Psychologische Praxis - Uwe Bening

Vertrauen und innere Sicherheit wieder gewinnen, ist Ziel meiner Arbeit. In diesem Prozess ist es wesentlich, über Wirkungen zu reflektieren. Es ist nicht egal, wie wir mit der eigenen Lebendigkeit umgehen, wie wir dem Leben begegnen. Lebenserfahrungen haben Wirkungen und hinterlassen Spuren, insbesondere wenn es grenzverletzende Erfahrungen sind. 

Die Wirkungen von Lebenserfahrungen formen uns Menschen und daraus kultivieren sich Muster. Es kommt vor, dass  bestimmte Muster unangenehm sind oder unerwartet in eine Instabilität führen. Dabei wird eine alte Wirkungsenergie aktiviert und es eine Eigendynamik entsteht. Nun ist es wesentlich, mit geeigneten Impulsen, die Aktivierung heilsam zu regulieren und in eine neue Balance zu finden. Jetzt können neue Muster kultiviert werden.  Das Selbstvertrauen wächst in neues Selbstbewusstsein. 


Seit gut 30 Jahren setze ich mich fragend und forschend mit Wirkungen psychiatrischer Theorie und ihren Behandlungsstrategien auseinander. 
So bin ich zur Überzeugung gekommen, dass die psychiatrische Theorie falsch und ihre Behandlungsstrategien irreführende Wirkung haben. Vielfach einer Chronifizierung und damit Behinderung Vorschub leisten. 

Ich spreche deshalb von psychischer Instabilität und gebe in meiner Praxis regulierende Impulse, auf dem Hintergrund der von mir entwickelten "Landkarte zur Logik der Psyche". Mit dem Ziel, Menschen Wege in heilsame Wandlung und zur Entwicklung von einer neuen Qualität von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein  zu ermöglichen.

Warte mal eben

Sag mal, ist es nicht höchste Zeit innezuhalten? Einfach nur beobachten und wahrnehmen, was in der Welt geschieht. Irgendetwas stimmt doch nicht, oder? Obwohl so beschleunigt mit ständig wachsendem Wissen unterwegs, läuft vieles immer weiter aus dem Ruder. Was stimmt denn nicht? Stimmt etwas an unserer menschlichen Haltung und Überzeugung nicht?

 

Gerne teile ich meine Überlegungen. Ist es nicht so, dass Menschen schon vor einigen tausend Jahren eine Dienerschaft gegenüber dem Leben aufgegeben und verlassen haben? Stattdessen eine Dienerschaft gegenüber dem Herrn, oder soll ich schreiben, gegenüber dem Grundeigentümer eingegangen sind. Hat sich der Mensch nicht schon damals in den Mittelpunkt gestellt? Als Krone der Schöpfung? Hat er sich anhand eines daraus resultierenden «patriarchalen Imperativs» sozialisiert:  «Lerne das Leben zu kontrollieren und zu beherrschen». Entstand daraus eine individualisierte Haltung: «Diene dem Herrn, folge ihm und sein gehorsam»? Heute verinnerlicht als «funktioniere und konsumiere, hab dein Leben im Griff». Sind wir nicht so unterwegs? Wir Menschen glauben, das Leben kontrollieren und beherrschen zu können. Der einzelne Mensch sollte sein individuelles Leben im Griff haben. Schon in dieser Formulierung wird eine Überzeugung deutlich. Menschen haben das Recht zur Inbesitznahme des Lebens. Es offenbart sich der Glaube, dass das Leben, welches uns Menschen nach langer evolutionärer Entwicklung hervorgebracht hat, uns nun gehört. So scheint die Aufforderung: «Dein Leben, es gehört dir, hab es im Griff», selbstverständlich. Wir verstehen uns nicht als lebendig Teilhabende, sondern als Besitzende des Lebens. Wir glauben, der Mensch steht im Mittelpunkt.

 

Diese Haltung wird durch unsere gesellschaftliche Sozialisation tief verankert. Leben scheint dabei gekennzeichnet, durch die menschliche Fähigkeit es manipulieren, kontrollieren, beherrschen zu können. So folgen wir dem ökonomischen Imperativ: «funktioniere und konsumiere». «Je mehr, desto besser» und «umso besser, desto mehr». Einfach eindrücklich dieser Glaube des «Mensch im Mittelpunkt» in seiner Wirkung und seinen Folgen. «Lerne, Leben zu kontrollieren und zu beherrschen, im Griff zu haben. Funktioniere und konsumiere!» Sind wir gefangen in dieser Haltung und diesem Leitbild?

 

Eine Haltung, die das Leben rücksichtslos ausbeutet, benutzt, manipuliert und konsumiert. Richten wir mit diesen Leitgedanken das Leben zugrunde? Man scheint sich nicht bewusst zu sein, oder? Vielmehr wird erklärt, beschwichtigt, gerechtfertigt und die menschliche Potentialität beschworen, nur um so weiterzumachen, wie bisher. Wo führt uns das hin?

 

Ist vielleicht ein Innehalten gefordert? Sind wir bereit, das eigene geworden sein, wie das eigene Handeln und Wirken zu reflektieren? Kann so ein Sprung in der Bewusstseinsentwickllung gelingen? Können wir wieder in eine Dienerschaft gegenüber dem Leben finden?

 

Was würde geschehen, wenn wir das Leben in den Mittelpunkt stellen? Anfangen würden, bewusst der eigenen Lebendigkeit zu dienen?  Wieder lernen, Grenzen zu achten, eigene wie fremde und einander dienlich zu sein? Sich gegenseitig würdigen und wertschätzen, statt zu beschämen und zu demütigen? In unserem Handeln und Wirken dem Leben dienlich sein, ist das möglich? Können wir eine bewusste Dankbarkeit und Demut gegenüber dem Leben entwickeln? Nicht mehr die Renditeerwartungen in den Mittelpunkt stellen. Was würde geschehen?

 

Vielleicht lohnt es sich, einmal darüber nachzudenken? 

Frag dich mal.

Psychische Instabilität 

Was braucht ein Mensch, der in eine Krise, in eine Instabilität  geraten ist, um wieder Vertrauen und innere Sicherheit zu gewinnen. Diese Frage bewegt mich und inspiriert mein Handeln. 

anders begegnen
Innehalten - Aufmerksamkeit schenken
Aktivierung achtsam regulieren
Wahrnehmen - beobachten - erkennen

wie haben Lebenserfahrungen Dich geformt?
Rückkoppelungssensibilität: Gefühle manipulativ benutzt, welche Wirkungen  resultieren daraus? 
gemeinsame Reflexion, wie kann Transformation gelingen?

Psychologisch-therapeutische Impulsgebung

psychologische Einzel-, Paar-, und Familien Beratung/Begleitung

Supervision, Fall - und Fachberatung, Prozessbegleitung 

Anders Begegnen